EHF legt Teilnehmer für das Final Four der Champions League fest

Die offenen Begegnungen des Achtelfinales sowie das Viertelfinale werden nicht mehr ausgetragen. Stattdessen hat die European Handball Federation (EHF) die Teilnehmer am Final Four der Champions League festgelegt.

Demnach werden laut dem EHF Executive Committee die beiden erstplatzierten Teams aus den Gruppen A und B am Final Four im Dezember teilnehmen. Aus deutscher Sicht kann sich über diese Entscheidung der THW Kiel freuen. Das Teilnehmerfeld ergänzen werden der FC Barcelona, Telekom Veszprem und Paris St. Germain.

Es wurde geprüft, ob die verbleibenden Runden hätten im Herbst dieses Jahres ausgetragen werden können. Doch angesichts des sehr dichten Kalenders beim Männerhandball und der neuen Medien- und Marketingvereinbarung der EHF ab der nächsten Saison war dies jedoch für nicht machbar befunden worden, teilte der EHF auf der eigenen Webseite mit.

Das Final Four der EHF Champions League wird erst im Dezember ausgetragen. Zu dieser Entscheidung kam kürzlich die Europäische Handballföderation (EHF). Nach jetzigem Stand wird der Sieger der Champions League im VELUX EHF Final4 erst vom 28. bis 29. Dezember 2020 in der Kölner Lanxess-Arena ermittelt. Die Halbfinal-Partien werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgelost und am 28. Dezember ausgetragen, am 29. Dezember finden dann das Spiel um Platz drei und das Finale statt. Dem THW Kiel wird für seine Fans ein kleines Kontingent an Tickets zugesprochen werden. Da die Verteilung noch nicht klar ist, werden keine Reservierungen angenommen.

THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi erklärte zur Entscheidung der EHF: „Aus sportlicher wie wirtschaftlicher Sicht wäre es schön, wenn das VELUX EHF Final4 noch in diesem Jahr gespielt werden kann. Deshalb ist es gut, dass die EHF – in Absprache mit den Clubs – solch eine Lösung parat hatte. Unsere Mannschaft hat eine herausragende Vorrunde gespielt und sich mit dem Gruppensieg nach 14 Spieltagen die Teilnahme am VELUX EHF Final4 verdient.“

Ursprünglich sollte das Finale der EHF Champions League vom 30. bis 31. Mai ausgetragen werden. Aufgrund der Entwicklungen in der Corona-Krise wurde dieses jedoch zunächst auf den 22. und 23. August verlegt. Doch auch dieser Termin war nicht zu halten, weshalb das Final Four nun noch einmal verschoben wurde.

Auch in der Champions League der Frauen gibt es Änderungen: Das Final Four soll nun am 5. und 6. September in Budapest stattfinden. Sollte der Termin für das Final Four im September nicht möglich sein, will man für Oktober einen Ausweichtermin suchen.

Das für Juni angesetzte Viertelfinale wird nicht ausgetragen. Stattdessen prüfen die EHF und EHF Marketing derzeit, ob die Möglichkeit bestehe, dass Viertelfinale kurz zuvor am Donnerstag (3. September) austragen zu können. Sollte auch das nicht möglich sein, will man die beiden besten Teams der Hauptrundengruppen am Final4 teilnehmen lassen. Die französischen Erstligisten HB Metz, Brest Bretagne HB, Team Esbjerg und Titelverteidiger Györi Audi ETO würden dann den Sieger ausspielen.

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