Olympischen Spiele in Tokio werden verschoben

Die für dieses Jahr angesetzten Olympischen Sommerspiele in Tokio werden auf 2021 verschoben. Ein neuer Termin wurde noch nicht festgesetzt. Die Qualifikationsturniere werden bis auf weiteres verschoben.

Schon im Vorfeld hagelte es immer mehr Kritik, da bis zuletzt an den Olympischen Spielen in diesem Jahr festgehalten wurde. Schlussendlich verständigten sich Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC und der japanische Ministerpräsident Abe Shinzo darauf, dass die Olympischen Spiele in Tokio spätestens bis Sommer 2021 nachgeholt werden.

„Mit der nun beschlossenen Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 haben alle Beteiligten Klarheit gewonnen. Angesichts der dramatischen Lage in vielen Ländern ist dies ein guter Entschluss“, begrüßte DHB-Präsident Andreas Michelmann die Entscheidung. Doch auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßte die Entscheidung. „Die nunmehr schnelle und klare Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele ist ein richtiger und enorm wichtiger Schritt für den internationalen Sport und die gesamte Weltgemeinschaft. Das hilft vor allem den Athlet*innen, indem es den Trainings- und Qualifikationsdruck in dieser schwierigen Phase nimmt. Und es bestätigt der Weltbevölkerung, dass auch im Sport alles dafür getan wird, die weltweite Pandemie bestmöglichst und baldmöglichst unter Kontrolle zu bringen“, so der DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Unklar war aber auch, wie es um die Austragung der Qualifikationsturniere stand. Sollten diese zunächst im April stattfinden, wurden sie dann in den Juni geschoben. Doch auch im Juni werden diese nicht ausgetragen. „Angesichts der neuen Entwicklungen hat die IHF entschieden die Tokio 2020 Handballqualifikationsturniere, die im Juni ausgespielt werden sollten, bis auf weiteres zu verschieben“, so die Internationale Handballföderation in einer Mitteilung.

Ursprünglich wäre die männliche DHB-Auswahl gegen Schweden, Slowenien und Algerien angetreten. Im zweiten Turnier hätten Frankreich, Kroatien, Tunesien und Portugal um Tickets gekämpft. Im dritten Turnier wären Norwegen, Brasilien, Chile und Südkorea aufeinandergetroffen.

Von der Entscheidung betroffen sind auch die Qualifikationsturniere der Frauen. Hier hätten im ersten Turnier Spanien, Schweden, Senegal und Argentinien um Plätze bei Olympia gekämpft. Im zweiten Turnier wären es Russland, Serbien, Kasachstan und Ungarn sowie im dritten Turnier Norwegen, Montenegro, Rumänien und Thailand gewesen. Schon im Februar hatte die Corona-Pandemie China zum Verzicht gezwungen. Und auch die zur Volksrepublik gehörende Exklave Hong Kong nahm die Einladung durch den Weltverband nicht an.

Update 30.03.2020: Jetzt steht auch der neue Termin für die Olympischen Spiele in Tokio fest. Stattfinden sollen diese nun vom 23. Juli bis 08. August 2021. Darauf einigten sich nun das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat.

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