Gehaltsverzicht von Handball-Profis in Deutschland

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ruht momentan der Spielbetrieb u.a. in der Handball-Bundesliga. Wie in zahlreichen anderen Branchen, kämpfen auch viele Handball-Clubs derzeit ums wirtschaftliche Überleben. Einige Profis sind bereits bereit, auf Gehälter zu verzichten.

Bei den Handballern des SC DHfK Leipzig gibt es nun die ersten positiven Signale, um den finanziellen Verlusten, die sich laut aktuellen Kalkulationen auf bis zu einer halben Million Euro belaufen könnten, entgegenzuwirken.

Nachdem bereits die Initiative „Teamsport Sachsen“ ins Leben gerufen wurde und die sächsische Landesregierung signalisierte, den Profivereinen im Freistaat beim Meistern der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, hat jetzt auch die Mannschaft des SC DHfK Leipzig ein Zeichen gesetzt. Die Handball-Profis des SC DHfK Leipzig haben sich geschlossen darauf verständigt, auf Teile ihrer Gehälter zu verzichten, um ihren Club in dieser wirtschaftlich angespannten Situation zu entlasten.

In enger Abstimmung mit der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga arbeitet auch FA Göppingen derzeit intensiv an Lösungen zur Bewältigung sämtlicher mit der Corona-Pandemie verbundenen Herausforderungen. Vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht stellt diese Krise für alle Clubs ein zuvor nie da gewesenes Problem dar. Im Laufe der letzten Tage fanden zunächst gemeinsam mit dem FA-Spielerrat und anschließend mit der gesamten Bundesliga-Mannschaft „sehr transparente und vertrauensvolle Gespräche“ statt, im Rahmen derer die aktuelle Situation genau beleuchtet wurde, so FA Göppingen in einer Mitteilung. „Völlig unkompliziert zeigten sich alle Spieler inkl. Trainer sofort bereit, auf einen großen Teil ihrer Gehälter zu verzichten“, teilt der Verein mit.

Auch der Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen wendete sich in einem offenen Brief an die Fans, Sponsoren und Geschäftsführer des Vereins. „Alle Vereine sowie viele kleine, mittlere aber auch größere Unternehmen treffen die Corona-Folgen in erheblichen Ausmaß. Uns fehlen festkalkulierte Einnahmen der noch ausstehenden fünf fast ausverkauften Heimspiele, bei laufenden Kosten, die unsererseits zu erfüllen sind“, so der Geschäftsführer Franz Dressel. Auch hier haben die Mannschaft und Mitarbeiter ein erstes Zeichen gesetzt und sind bereit, teilweise auf ihr Gehalt zu verzichten.

Die HBL hält vorerst an ihrem Beschluss des Präsidiums fest, die Saison nach Möglichkeit zu Ende zu spielen. Dies ist allerdings von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit in Zusammenhang stehenden politischen, gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen abhängig.

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