Handball-EM 2020: Deutschland holt sich den fünften Platz

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Die DHB-Auswahl hat die Handball-Europameisterschaft 2020 mit einem Erfolgserlebnis beendet. Im Spiel um Platz fünf gegen das Überraschungsteam aus Portugal gab es den erhofften Sieg.

Als Gruppendritter schaffte die deutsche Nationalmannschaft den Sprung in das Spiel um den fünften Platz. Ohne Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und auch Uwe Gensheimer musste die DHB-Auswahl gegen Portugal ran. Zudem stand die deutsche Mannschaft mit Portugal vor keiner leichten Aufgabe. Am Ende konnte diese aber mit einem 29:27-Sieg gemeistert werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses letzte Spiel gewinnen konnten. Es war ein sehr harter Kampf gegen Portugal und wir haben das Spiel gewonnen, weil wir mit einer sehr beweglichen Abwehr gespielt haben und gegen das portugiesische 7-gegen-6 stark gespielt haben“, analysiert Bundestrainer Christian Prokop den Sieg. Und weiter: „Ich bin mit unserer Leistung bei der EURO zufrieden. Wir hatten vom Anfang bis zum Ende eine gute Entwicklung, wir haben gegen Kroatien verloren, aber die Mannschaft stand wieder auf und startete durch. Ich bin stolz auf mein Team.“

„Es war wichtig, dass wir die EURO mit einem Sieg beenden. Portugal hat viele Variationen in Angriff und Verteidigung. Aber meistens haben wir gute Lösungen gefunden und nie aufgehört zu laufen“, so Fabian Böhm. Jannik Kohlbacher zeigt sich sichtlich zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir dieses Match gewinnen konnten, da es immer besser ist, ein Turnier mit einem Sieg zu beenden. Daher könnte sich der fünfte Platz sogar besser anfühlen als der vierte.“

Bundestrainer Christian Prokop war zufrieden mit dem, was er im letzten Turnierspiel gesehen hatte, auch wenn es die eine oder andere Schwachstelle gab. „Es ist immer besser, mit einem Sieg rauszugehen als mit einer Niederlage“, sagte der Bundestrainer am ARD-Mikrofon. Seine Mannschaft habe bei der EM „einen hervorragenden Weg genommen, aber es gab natürlich auch Defizite.“ Prokop habe viele wichtige Erkenntnisse gewonnen, wo man in den nächsten zweieinhalb Monaten bis zur Olympia-Qualifikation ansetzen müsse. „Alle wollen natürlich zu Olympia, das ist unser ganz großes Ziel“, so Prokop. Im April in Berlin gibt es gegen EM-Halbfinalist Slowenien, Schweden und einen Afrika-Vertreter (Algerien oder Angola) drei K.o.-Spiele um einen der beiden ersten Plätze, die das Ticket nach Tokio sichern.

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