HSV Handball siegt vor Schiedsgericht und erhält Lizenz für Handball-Bundesliga

Der HSV Handball erhob Einspruch vor dem unabhängigen Schiedsgericht und gewann. Jetzt erhielt der HSV in letzter Instanz die Lizenz für die kommende Saison 2014/15 in der DKB Handball-Bundesliga.

Wenn ein Verein in den vergangenen Monaten deutlich in den Medien polarisierte, dann war es der HSV Handball und nicht gerade durch positive Nachrichten. Das gesamte Thema wollen wir an dieser Stelle nicht noch einmal durchkauen, erlauben uns aber einen kurzen Rückblick.

Noch weit bevor es um die Vergabe der Lizenzen in der Handball-Bundesliga ging, sorgte das riesige Loch im Etat für große Sorgen und eine Insolvenz drohte. Diese konnte sich nicht bestätigen und dennoch sollte dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen sein.

Im April musste der HSV Handball erneut Angst um die Bundesliga-Lizenz haben, denn ausbleibende Gehälter zeigen wie groß die finanzielle Not sein muss. Bei der Summe der ausbleibenden Gehälter sollte sich auf rund 550.000 Euro belaufen. Der Druck nahm nicht ab und Andreas Rudolph trat als Präsident zurück.

Kurz darauf konnte der HSV Handball keine Lizenz für die Handall-Bundesliga erhalten. Zu dieser Entscheidung war die Lizenzierungskommission gekommen. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten und so legte der HSV eine entsprechende Beschwerde ein. Doch auch dies brachte kein grünes Licht für eine mögliche Lizenz und der Abstieg in die 3. Liga schien besiegelt. Die zweite Handball-Bundesliga kam deshalb nicht in Frage, da der HSV hierfür vorsorglich keinen Lizenzantrag gestellt hatte.

Statt sich geschlagen zu geben, entschied man sich für den Gang vor das unabhängige Schiedsgericht, welches heute zu einem Ergebnis kam. Der HSV Handall erhält damit die Lizenz für die kommende Saison 2014/15 in der DKB Handball-Bundesliga unter Auflagen. Über die Formulierung der Bedingungen vereinbarten beide Parteien allerdings Stillschweigen.

Um 20.53 Uhr ist die Entscheidung gefallen. Im ‚Holiday Inn‘ in Minden hat das Schiedsgericht nach mehrstündiger Sitzung mit beiden Parteien die Handball-Bundesliga dazu verurteilt, dem HSV Handball die Lizenz für die Saison 2014/2015 zu erteilen. Die Anwälte des HSV Handball sind mit allen gerichtlichen Punkten erfolgreich durchgekommen. Dem Urteil nach wird die Lizenz unter Bedingungen erteilt. Über die Formulierung dieser Bedingungen vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Zudem muss der HSV Handball keine Strafzahlung leisten. Im Laufe der nächsten Woche wird sich der HSV Handball zu zusätzlichen Schritten, die die kommende Saison betreffen, äußern.

Deutlich wurde jedoch, dass der HSV Handball für eine Abdeckung seiner Liquiditätslücke in Millionenhöhe bis zum 01. Juli 2014 nachkommen muss. Sollte dies nicht der Fall sein, dann gilt die Lizenz als nicht erteilt. Über alle anderen Bedingungen wird jedoch Stillschweigen gewahrt.

Für den HBW Balingen-Weilstetten geht es damit doch in die zweite Handball-Bundesliga und die HG Saarlouis wird die zweite Handball-Bundesliga verlassen müssen. Ebenso wird es für die MT Melsungen keine Wettkämpfe auf internationaler Bühne in der kommenden Saison geben.