Update: HSV Handball erhält Lizenz für kommende Saison

Der HSV Handball steht nach aktuellen Meldungen kurz vor der Insolvenz. In einer Pressekonferenz wurde mitgeteilt, dass der Spielbetrieb für die kommende Saison gefährdet sei.

In einer außerordentlichen Pressekonferenz hat Präsident Andreas Rudolph die gezogenen Konsequenzen aufgrund der aktuellen Lage vorgestellt. Der Geschäftsführer Christoph Wendt wurde fristlos entlassen und alle unbefristeten Geschäftsstellenverträge wurden fristgerecht gekündigt. So möchte man einen Neuanfang im Geschäftsbereich starten. Gleichzeitig wurde aber auch mitgeteilt, dass Christoph Wendt lange nicht alleine für die missliche Lage des HSV Handball verantwortlich sei.

Trennung von Geschäftsführer Christoph Wendt

„In solchen Situationen, wenn etwas nicht klappt, muss man Konsequenzen ziehen. Daher haben wir uns um 16 Uhr einvernehmlich von Christoph Wendt getrennt. Hier wird natürlich ein Kopf geopfert, der bei weitem nicht die alleinige Schuld trägt. Ich danke Christoph Wendt sehr für die loyale Tätigkeit, die er für den HSV Handball ausgeübt hat. Ohne ihn wäre Vieles nicht möglich gewesen“, so Rudolph. Mit diesen Schritten möchte der 59-Jährige die Weichen für eine stabile Zukunft stellen. „Für das Kostenmanagement und im Einnahmevolumen brauchen wir einen Neuanfang. Wir müssen für die Hamburger Wirtschaft wieder attraktiv sein. Das bedeutet, dass wir in der Geschäftsstelle im Vertrieb, im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit stärker werden müssen. Alle finanziellen Planungen gehen künftig über meinen Tisch, damit wir sicherstellen, dass alle ihr Gehalt bekommen und wir die Kosten gezielt einsetzen.“

Schröder unterstützt den HSV Handball in Vertrieb & Vermarktung

Der aktuelle Rechtsaußen Stefan Schröder wurde als das Gesicht des HSV Handball vorgestellt und soll den Verein in der Vermarktung und Vertrieb unterstützen. Seine Erfahrungen als Immobilienmakler soll er nun im Vertrieb des Vereins zum Einsatz bringen. Über die neuen Herausforderungen zeigt sich auch Stefan Schröder sehr erfreut.

In der Spielzeit 2010/2011 konnten 9,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Doch seit diesem Zeitpunkt musste ein Einnahmebruch verzeichnet werden und vor allem fehlende Sponsoreneinnahmen haben diese Situation verschlechtert. Ein Blick auf diese Saison zeigt jedoch nur Einnahmen von 7,2 Millionen Euro. Hingegen konnten die Kosten allerdings nicht gesenkt werden.

Update: HSV Handball erhält Lizenz für kommende Saison

Der HSV Handball konnte die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Präsident Rudolph informierte hierzu die Handball-Bundesliga. Ab sofort führt er die Geschäfte und hält auch an seiner Präsidentschaft bis Juni 2015 fest. Die auslaufenden Spielerverträge werden nicht verlängert, zumindest nicht zu den jetzigen Konditionen.

Es geht also weiter mit dem HSV Handball. Zwar werden die Verträge so nicht verlängert, aber bei dem ein oder anderen Spieler dürfte da noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.